Apple-Manager schießt gegen Android: Millionen Angriffe ließen sich vermeiden

Apple-Manager schießt gegen Android: Millionen Angriffe ließen sich vermeiden

Apples Software-Chef hat sich mit deutlichen Worten gegen Android gewandt. Millionen Malware-Angriffe von Kriminellen ließen sich einfach unterbinden, meint Craig Federighi. iPhone-Nutzer seien mit iOS hingegen viel geschützter unterwegs. Dafür gebe es einen ganz einfachen Grund.

Apple: Google ist selbst schuld an Android-Angriffen

Geht es nach Apples Software-Chef Craig Federighi, dann hat sich Google das Problem mit Malware-Attacken selbst eingebrockt. Ihm zufolge ist das Sideloading von Apps für eine Vielzahl der Attacken verantwortlich. Bei iOS wird Sideloading nicht unterstützt, stattdessen müssen alle Apps über den App Store von Apple installiert werden. Android zeigt sich in diesem Bereich sehr viel offener und erlaubt Apps aus weiteren Quellen.

„Sideloading ist der beste Freund von Cyber-Kriminellen. Diese Funktion auf dem iPhone zu verlangen, käme einem Goldrausch für die Malware-Industrie gleich“, erläuterte Federighi beim Web Summit 2021. Anders als bei iOS würde Android mit „fünf Millionen Attacken pro Monat“ zu kämpfen haben, die sich einfach vermeiden ließen (Quelle: The Verge).

Federighi, der Apples Software-Abteilungen iOS und macOS leitet, wettert dabei auch gegen den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Digital Markets Act. Sollte dieser verabschiedet werden, dann wäre Apple gezwungen, Nutzern die Installation von Apps außerhalb des App Stores zu erlauben.

Im Video: Egal ob App Store oder Play Store, dies Apps gehören auf jedes Handy.

Apple: Schutz vor Malware wichtiger als Öffnung

Sideloading bleibt bei iPhones weiter untersagt. Federighi zufolge besteht das Problem darin, dass „Kriminelle clever sind und sich sehr gut verstecken können“. Selbst bestens informierte Nutzer würden auf irreführende Webseiten hereinfallen oder sogar gefälschte App Stores auf ihrem Handy installieren. Auch der Datenschutz würde darunter leiden, wenn Apps aus anderen Quellen erlaubt wären.