Apple, Samsung, Xiaomi: Auf tolle Angebote warten bringt nichts

Apple, Samsung, Xiaomi: Auf tolle Angebote warten bringt nichts

Ihr wollt ein neues iPhone, das Galaxy S21 oder ein anderes Smartphone aus der Top- oder Mittelklasse, hofft aber bald schon auf ein gutes Angebot? Die Chancen dafür stehen schlecht, viele Hersteller sehen harte Zeiten kommen. Mit günstigen Preisen ist da erst einmal nicht zu rechnen.

Nur wenige Wochen bis zum Black Friday, da kriegt die Schnäppchen-Laune einen Dämpfer nach dem anderen: Fehlender Nachschub setzt Unternehmen weltweit und branchenübergreifend zu, aus der anfänglichen Chipknappheit ist längst eine umfängliche Warenknappheit geworden. Bei preisbewussten Kunden schrillen längst die Alarmglocken.

Apple sieht harte Zeiten kommen: Verfügbarkeit bei fast allen Produkten angespannt

Dabei lesen sich die Ankündigungen von Herstellern wie Samsung oder Apple gar nicht mal schlecht: Die Konzerne surfen die Erfolgswelle von einem Umsatzhoch zum nächsten – kein Wunder, die Nachfrage ist hoch. Mit der Verfügbarkeit sieht es unterdessen anders aus.

Das bestätigt auch Apple: Der iPhone-Hersteller hat mehr als solide Zahlen zum vergangenen Quartal vorgelegt, der neue Umsatzrekord steigt auf 83,4 Milliarden US-Dollar. Aber das geht mit einer deutlichen Warnung einher: Im vergangenen Quartal seien die Versorgungsengpässe bei Apple „größer als erwartet“ gewesen, so Konzernchef Tim Cook (Quelle: Reuters).

Zwar arbeite man daran, die Situation zu verbessern, aber Cook geht davon aus, dass Apple den Bedarf auf lange Zeit nicht decken kann. Das betreffe nicht nur iPhones, sondern praktisch alle Apple-Produkte.

Damit ist Apple kein Einzelfall: Samsung etwa profitiert wegen der dringend überall benötigen Chips, die auch die Südkoreaner herstellen, derzeit von der Lage. Doch die Einschränkungen im Warenverkehr dauern an und machen auch vor Samsung, Xiaomi und Co. nicht Halt, Google ächzt unter dem Andrang beim Pixel 6 Pro. Die Zahl der weltweit verschifften Smartphones ging zuletzt verglichen mit 2020 um 6,7 Prozent zurück (Quelle: Androidcentral).

Preise für Smartphones und Co. stagnieren auf hohem Niveau

Die Situation dürfte sich gleich mehrfach bei den Kunden bemerkbar machen: Zum einen können nur Geräte verkauft werden, die auch in den Läden ankommen. Bei Online-Bestellung heißt es dann entweder keine Verfügbarkeit oder lange Wartezeiten. Die negative Preisentwicklung ab Erscheinungsdatum, die viele Kunden längst gewöhnt sind, dürfte für die nächsten Monate praktisch aussetzen.

Der Idealo-Preisvergleich zeigt am Beispiel des Galaxy S21 schon in diesem Jahr kaum eine Preisentwicklung. Kurz nach Marktstart gab es einen signifikanten Preissturz, seitdem passiert wenig. Das iPhone 13 ist jünger, auch deswegen hat sich noch nicht viel getan. Die aktuelle Situation macht es unwahrscheinlich, dass sich daran bald etwas ändert.

Wer nicht das neueste Modell braucht, hat derzeit bessere Chancen – günstige Smartphone-Schnäppchen findet ihr in unserem Video:

Wer sich ein neues Smartphone zulegen will, muss aktuell die Preise nehmen, wie sie kommen. Ein Hoffnungsschimmer: Die Deal-Saison steht vor der Tür. Auch in diesem Jahr wird es etwa beim Black Friday sicher das ein oder andere attraktive Angebot bei den Händlern und Herstellern geben. Dafür müsst ihr noch schneller sein als sonst, das Interesse wird riesig.