China-Hersteller in der Krise: Erste Mitarbeiter müssen gehen

China-Hersteller in der Krise: Erste Mitarbeiter müssen gehen

Der chinesische Hersteller Oppo hat sich wohl etwas übernommen. Berichten zufolge müssen nach schleppender Expansion nun erste Mitarbeiter ihren Hut nehmen. Von 20 Prozent der Entwickler möchte sich Oppo trennen – und auch OnePlus hat damit zu tun.

Nach Europa-Expansion: Oppo entlässt Mitarbeiter

Beim chinesischen Hersteller Oppo laufen die Geschäfte eigentlich gar nicht so schlecht. Dennoch hat man sich Medienberichten zufolge dazu entschieden, sich von einigen Angestellten zu trennen. Jeder fünfte Entwickler soll Oppo verlassen, so der Plan. Auch wenn der Hersteller selbst keinen Grund genannt hat, dürften die Entlassungen mit der Expansion nach Europa, Indien und Südostasien zu tun haben.

Oppo befindet sich auf einem Expansionskurs, der sich auch in Deutschland immer stärker bemerkbar macht. War die Marke hierzulande lange Zeit eigentlich nur Branchenkennern ein Begriff, sorgt vor allem das aggressive Marketing für einen deutlich gestiegenen Bekanntheitsgrad. Die Marktanteile in europäischen Ländern lassen aber weiterhin zu wünschen übrig. Das liegt auch an der starken Konkurrenz von Xiaomi.

Im Video: Die Lamborghini-Edition des Oppo Find X2 Pro.

Oppo ist darüber hinaus damit beschäftigt, sich die Marke OnePlus einzuverleiben. OnePlus soll zu einem Ableger von Oppo werden, was sich bereits bei der Software von OnePlus-Handys bemerkbar macht. Beide Unternehmen gehören zum Konzern BBK Electronics und legen ihre Teams derzeit zusammen. Nach Abschluss der Zusammenlegung soll jeder fünfte Entwickler in China das Unternehmen verlassen. Außerhalb Chinas sind Mitarbeiter wohl nicht von Kürzungen betroffen (Quelle: Bloomberg).

Oppo: Marktanteil in Europa bleibt gering

Oppos Marktanteil in Europa liegt derzeit bei 1,6 Prozent, man teilt sich den fünften Platz mit Motorola. Auch in China liefen die Geschäfte schon mal besser. Hier hat der viertgrößte Smartphone-Hersteller der Welt seit 2017 mit schrumpfenden Verkaufszahlen zu kämpfen.