Google senkt die Preise: Android-Nutzer könnten bald richtig sparen

Google senkt die Preise: Android-Nutzer könnten bald richtig sparen

Werden App-Abos im Google Play Store bald günstiger? Eine neue Regel macht das möglich. Android-Nutzer könnten von niedrigeren Preisen profitieren. Reine Gutmütigkeit steckt aber nicht hinter der Neuregelung.

Ein Blick über die Landesgrenzen hinweg zeigt: Bei vielen unserer europäischen Nachbarn ist Benzin günstiger als in Deutschland. Ein Preistreiber hierzulande ist der Staat, der bei jedem Liter abkassiert. Auch Google hält bei jedem App-Abo im Play Store die Hand auf und verlangt eine Provision. In Zukunft wird die aber sinken.

Google senkt Provision für Abo-Gebühren im Play Store

Ab dem 1. Januar 2022 verlangt der US-Konzern nur noch 15 Prozent der Einnahmen, die App-Entwickler mit einem Abo im Google Play Store verdienen (Quelle: Android Developers). Bisher lagen die Gebühren bei 30 Prozent und sanken erst nach einem Jahr um die Hälfte, wenn der Umsatz pro Jahr nicht die Grenze von 1 Million US-Dollar übersteigt. Ab 2022 gilt die Frist nicht mehr: App-Entwickler zahlen vom ersten Tag nur noch 15 Prozent Provision an Google. Laut Suchmaschinenanbieter fallen darunter 99 Prozent aller Apps im Play Store.

Darüber hinaus senkt Google auch die Gebühren für Apps im Google Play Store, die für das „Media Experience Program“ qualifiziert sind, generell auf 10 Prozent. Das sind Anwendungen, die den Löwenanteil ihrer Umsätze über Abos machen – also vor allem E-Book-Reader oder Streaming-Apps.

Welche Apps gehören auf jedes Handy? In diesem Video verraten wir unsere Empfehlungen:

Müssen Android-Nutzer bald weniger zahlen?

Auch normale Android-Nutzer könnten mittel- bis langfristig von den gesunkenen Provisionen im Google Play Store profitieren. Einige App-Anbieter, so die begründete Hoffnung, könnten die Ersparnis zumindest teilweise an ihre Nutzer weitergeben und geringere Preise für App-Abos verlangen.

Aus reiner Gutmütigkeit dürfte Google die Provisionen aber nicht gesenkt haben. Genau wie Apple ist auch Google in letzter Zeit verstärkt ins Visier von Wettbewerbshütern geraten, die nach Klagen einiger App-Anbieter die marktbeherrschende Stellung vom App Store und Play Store genauer unter die Lupe nehmen. Mit geringeren Provisionen könnte Google zumindest wohl einige von ihnen besänftigen.