Telekom startet praktische App, die jeder brauchen kann

Telekom startet praktische App, die jeder brauchen kann

Mit „Citykey“ steht eine neue App, entwickelt von der Telekom, parat. Sie soll die Verwaltung von Städten und Gemeinden endlich weitgehend digitalisieren: Anträge, Termine, Meldungen – alles möglich ohne Besuch auf dem Amt. Noch gibt es aber einen gewaltigen Haken.

Mit der App „Citykey“ könnte der Telekom der ganz große Wurf gelungen sein. Die Anwendung füllt eine klaffende Lücke in der Digitalisierung in Deutschland. Nutzer sollen so verschiedene digitale Bürgerfunktionen wahrnehmen können, darunter Anträge bei Behörden und Meldungen an Stadt oder Gemeinde. Auch lokale Nachrichten kann man so empfangen – unabhängig davon, in welcher Stadt man lebt in nur einer App (Quelle: Telekom). Das ist zumindest der Plan.

Smarte Kommunen dank Telekom-App: Das kann Citykey

Derzeit sind bereits ein Großteil der geplanten Funktionen verfügbar:

Formulare, zum Beispiel um einen Anwohnerparkausweis zu beantragen, können direkt am Smartphone ausgefüllt und verschickt werden. Weitere Bürgerservices können mittels Online-Ausweisfunktion des Personalausweises genutzt werden.
Termine bei der Gemeindeverwaltung können Nutzer online buchen, eine Checkliste für die mitzubringenden Unterlagen gibt es dazu.
Mängel wie Schlaglöcher oder defekte Straßenlaternen können per Foto und mit dem jeweiligen Standort direkt an die Gemeinde gemeldet werden.
Dazu gibt es einen Veranstaltungskalender, lokale Nachrichten direkt aus der Verwaltung, etwa zu öffentlichen Auslegungen, und interessante Orte, die einen Besuch wert sein können. Wer möchte, kann über Citykey auch an Umfragen teilnehmen und so aktiv am Gemeindeleben und der Gestaltung der eigenen Heimat teilhaben.

Noch nicht verfügbar, aber bereits fest eingeplant mit einem der kommenden Updates ist ein integrierter Müllabfuhrkalender. Hier sollen Nutzer sich auch direkt aus der App Meldungen erstellen können, wann welcher Müll abgeholt wird. Verfügbar ist Citykey für iOS und Android:

Citykey von der Telekom kommt mit einem großen Haken

Das große Manko von Citykey ist der Start in kleinem Umfang: Zwar können theoretisch viele städtische  – und Gemeindeverwaltungen teilnehmen, derzeit tun es aber nur zwei Städte in Nordrhein-Westfalen: Siegburg und Hennef. Wer nicht gerade dort lebt oder einen Besuch plant, kann mit Citykey noch kaum etwas anfangen.

Citykey könnte sich bald in unsere Liste der Apps einreihen, die auf jedes Smartphone gehören. Ihr findet sie im Video:

Das wird sich aber ändern, sobald andere Gemeinden ihre Verwaltungen digital anschließen. Grund zur Sorge gibt es laut Telekom keinen: Die App arbeite besonders datensparsam und DSGVO-konform, heißt es. Sie liefert außerdem nur das sogenannte „Frontend“, also die Benutzeroberfläche, für die Nutzerinnen und Nutzer. Die eigentlichen Abläufe werden über die Cloud an die digitalen Verwaltungssysteme der Gemeinden übertragen.