TicWatch Pro 3 Ultra vorgestellt: Samsung muss sich warm anziehen

TicWatch Pro 3 Ultra vorgestellt: Samsung muss sich warm anziehen

Mit der TicWatch Pro 3 Ultra hat Mobvoi den Nachfolger der beliebten TicWatch Pro 3 vorgestellt. Die neue Smartwatch-Generation ist robuster und hat mehr Leistung, verzichtet aber nicht auf das wichtigste Alleinstellungsmerkmal: ein Dual-Display. Ich konnte die Uhr vorab einige Tage ausprobieren und kann so einen Vergleich mit der Galaxy Watch 4 von Samsung ziehen.

TicWatch Pro 3 Ultra: Schneller und robuster als vorher

Die TicWatch Pro 3 hat eine große Fangemeinde. Ich selbst habe die Android-Smartwatch zwar nie ausprobiert, fand das Konzept mit den zwei Displays aber immer interessant. Jetzt wurde mir vorab die TicWatch Pro 3 Ultra angeboten und da habe ich die Gelegenheit natürlich genutzt. Da ich die Samsung Galaxy Watch 4 bereits testen konnte, kann ich mir ein gutes Bild machen, ob die TicWatch Pro 3 Ultra überzeugt – oder eben nicht.

Fangen wir aber mit den wichtigsten Neuerungen an. Die TicWatch Pro 3 Ultra ist dieses Mal nach dem US-Militärstandard 810G gebaut und kann selbst in widrigsten Umgebungen genutzt werden. Hohe Temperaturen, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Stöße oder Unterdruck machen der Uhr, die nach IP68 zertifiziert ist, nichts aus. Dazu wurde die Uhr aus rostfreiem Stahl und hochfestes Nylon mit Glasfaser gefertigt.

Obwohl die Uhr recht groß wirkt mit seinem 1,4-Zoll-Display, ist sie mit 41 Gramm extrem leicht. Mobvoi hat es trotzdem geschafft einen mit 577 mAh sehr großen Akku zu verbauen. Die Akkulaufzeit ist auch eines der größten Argumente für die TicWatch Pro 3 Ultra. Die Kombination aus AMOLED- und FSTN-Display macht absolut Sinn. Statt auf die Always-On-Funktion des AMOLED-Displays zu setzen, kommt das sparsame FSTN-Display zum Einsatz, das viel weniger Energie verbraucht. Seit Montag nutze ich die Uhr und bis zur Veröffentlichung des Artikels hatte ich noch 30 Prozent Restlaufzeit.

Angetrieben wird die TicWatch Pro 3 Ultra vom Snapdragon Wear 4100+, der von einem Dual-Prozessor von Mobvoi unterstützt wird. Die Performance der Smartwatch passt. Hier und da gibt es noch kleine Verzögerungen, doch die gab es auch bei der Galaxy Watch 4 von Samsung. Obwohl die TicWatch Pro 3 Ultra mit älterer WearOS-Version ausgeliefert wird, sehe ich aktuell keinen Nachteil darin. Man bekommt auch hier Spotify und YouTube-Music mit Offline-Funktion. Ich finde die Tic-Apps sogar etwas ansprechender als die von Samsung. Nervig ist nur, dass es jede App im Grunde doppelt gibt, da Google mit seinen Fit-Apps auf den Uhren natürlich auch präsent sein will.

Man kann zudem alle Funktionen mit jedem Android-Smartphone nutzen. Bei Samsung benötigt man für bestimmte Features ein Samsung-Handy. Dafür ist der Funktionsumfang bei der TicWatch Pro 3 Ultra nicht ganz so groß. Ein EKG aufzeichnen oder den Blutdruck messen kann man hier nicht. Doch es gibt natürlich auch hier diverse Tracking-Möglichkeiten für Sport, über 20 Trainingsprogramme und die Uhr kann mit der IHB/AFib-Erkennung unregelmäßigen Herzschlag und Vorhofflimmern erkennen. Um alle Analysen und Funktionen zu erhalten, muss man aber auch hier zusätzlich die Mobvoi-App installieren.

Im Video könnt ihr euch die TicWatch Pro 3 Ultra im Detail anschauen:

TicWatch Pro 3 Ultra hat mich überzeugt

Bei der Galaxy Watch 4 Classic hat man im Test richtig gemerkt, dass Samsung einen Neuanfang macht. Alles läuft noch nicht ganz so toll, es gibt hier und da noch Probleme, essenzielle Funktionen wie der Google Assistant fehlen und die Akkulaufzeit ist eher mäßig. Genau hier punktet die TicWatch Pro 3 Ultra. Die Uhr läuft sehr schnell, hält lange durch und das Dual-Display hat einen echten Mehrwert. Ein Update auf WearOS 3.0 dürfte es in den kommenden Monaten geben.

Die TicWatch Pro 3 Ultra mit GPS kann ab dem 13. Oktober bei Mobvoi (bei Mobvoi anschauen) und Amazon (bei Amazon anschauen) zum Preis von 299,99 Euro bestellt werden. Ein LTE-Modell gibt es auch. Diese erscheint aber erst im November zum Preis von 359,99 Euro.